Wald erleben, verstehen und schützen – unser BFD-Seminar im NSG Prießnitzer Wald
Wie steht es eigentlich um unsere Wälder in Deutschland? Und was braucht ein Wald, um auch möglichst vielen Arten ein Zuhause bieten zu können? Mit diesen Fragen haben wir uns in unserem ersten BFD-Seminar zum Thema Wald beschäftigt. In Theorie und Praxis ging es um die Themen Waldökologie und Waldschutz – und darum, den Wald mit anderen Augen zu sehen. Wir haben uns angeschaut, was Strukturreichtum bedeutet und warum unterschiedliche Baumarten, Altersstufen, Lichtverhältnisse und Lebensräume so wichtig für die Artenvielfalt sind. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf Totholz: Was für uns manchmal wie „toter“ Wald aussieht, ist für viele Lebewesen ein unverzichtbarer Lebensraum. Dies unterstrich auch nochmal der Film Xylobionta von Thomas Quanter, in dem es um Käfer geht, die zwingend an das Vorkommen von Holz und Totholz gebunden sind. Vor allem xylobionte Käfer, profitieren von den vielfältigen Strukturen und Zersetzungsstadien. Besonders spannend: Im Prießnitzer Wald kommen auch einige Urwaldreliktarten vor – Arten, die auf besonders naturnahe, alte Waldstrukturen angewiesen sind! Natürlich gehören auch Pilze zum Thema Wald - Bei unserer Waldexkursion haben wir uns spielerisch an die vorkommenden Arten herangetastet, genauer hingeschaut und dabei so manche spannende Entdeckung gemacht. Ein Seminar voller neuer Perspektiven, praktischer Erfahrungen und der Erkenntnis: Waldschutz beginnt damit, den Wald zu verstehen.
Nächstes Jahr werden wir das BFD Seminar wieder stattfinden lassen.
Liebe Grüße vom NABU Team Prießnitz

